Shakshuka

Fertiges Shakshuka in der Pfanne
Fertig zum Spachteln: Shakshuka

Das für unsere Ohren etwas fremd klingende Shakshuka wird bisweilen auch zu Shakshoka, Shakshouka oder Shashuka transkribiert und bezeichnet ein Gericht, das wahlweise der nordafrikanischen oder der israelischen Küche zugeordnet wird – wer recht hat, ist wie so oft nicht abschließend geklärt. Am populärsten ist es zweifellos in Israel, wo es vorzugsweise zum Frühstück gegessen wird. Shakshuka besteht aus angebratenem Gemüse, das mit reichlich Tomaten gegart wird, sodass eine sämige Konsistenz entsteht. Augenfällige Besonderheit sind Eier, die gegen Ende zugefügt und in der Gemüsezubereitung pochiert werden.

Zutaten und Zubereitung

Die Zutaten brauchen Sie nicht so eng zu sehen. Zwiebeln, Paprikaschoten und Tomaten sind gesetzt, alles andere ist Freistil. Zucchini und Spinat sind ebenso möglich wie Oliven, bei mir landen meistens noch Auberginen im Shakshuka, deren cremige Fülle die Mischung aufs Wohligste abrundet. Traditionell werden frische Chilischoten mitgekocht, was die Schwierigkeit nach sich zieht, dass die Schärfe schwer zu kalkulieren ist, weswegen ich lieber mit Chilipasten arbeite.

An Kräutern bieten sich Petersilie, Koriander und Thymian an, Rosmarin oder Salbei sind gleichfalls nicht verkehrt, auch Zitronenmelisse funktioniert gut. Lorbeerblätter mitzukochen ist wie bei allen tomatenbasierten Zubereitungen höchst empfehlenswert, weitere Gewürze sind Kreuzkümmel und Safran, deren Zusammenspiel dem eigentlich vertrauten Geschmacksbild ungewohnte Noten und prickelnde Spannung verleiht.

Das fertige Gericht stellen Sie am besten direkt in der Pfanne auf den Tisch und reichen Brot dazu. Es macht wirklich Laune, das seidenweich gekochte Gemüse und die Eier mit Brotstücken aufzunehmen – die Pfanne müssen Sie am Ende kaum noch spülen, so blankgewienert wird sie sein. Wenn Sie möchten, streuen Sie vor dem Servieren zerbröselten Feta übers Shakshuka, oder beträufeln es mit Joghurt.

Shakshuka-Ansatz: Zwiebeln, Paprika und Auberginen werden angebraten
Shakshuka-Ansatz: Zwiebeln, Paprika und Auberginen werden kräftig angebraten

Rezept

2 Personen

Shakshuka

  • 2 Paprikaschoten à 200–250 g, eine rot, eine gelb
  • 1 Aubergine, 200–250 g schwer
  • 500 g Tomaten, frisch oder Konserve
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 4 Eier
  • 2 TL Rohrzucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Zweige Thymian
  • 1/4 Bund Koriander
  • 1/4 Bund Petersilie, glatt
  • 1/4 TL Kreuzkümmel
  • 1 großzügige Messerspitze Safran
  • 3/4 TL Harissa, alternativ eine andere Chilipaste
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Auberginen waschen, Stielansatz entfernen und in 3 cm große Würfel schneiden. Mit 1 TL Salz vermengen und 30 Minuten stehen lassen, damit sie Wasser abgeben.

Derweil die Paprikaschoten längs vierteln oder sechsteln, von Stielen, Kernen sowie Zwischenwänden befreien und quer in Streifen schneiden. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Falls frische Tomaten verwendet werden, Stielansatz entfernen, auf der anderen Seite die Haut einritzen, einige Sekunden in kochendes Wasser legen, kalt abschrecken und Haut abziehen, dann die Tomaten grob würfeln.

Kreuzkümmel nicht zu fein mörsern und in einer ausreichend großen Pfanne 2 Minuten ohne Fettzugabe anrösten. 4 EL Öl zugießen und Zwiebeln darin 5 Minuten kräftig anbraten – sie sollen Farbe annehmen, aber nicht zu dunkel werden.

Auberginenwürfel ausdrücken und mit der Paprika und dem Zucker zu den Zwiebeln geben, alles 5–10 Minuten weiterbraten, auch das Gemüse soll leicht bräunen.

Tomaten, Lorbeerblätter, Safran und Harissa zugeben und bei niedriger Temperatur 10–15 Minuten garen. Dabei immer wieder Wasser zugießen, sodass sich eine sämig-saucige Konsistenz entwickelt.

Währenddessen Koriander und Petersilie nicht zu fein hacken und Thymianblättchen von den Zweigen zupfen.

Wenn die Tomaten zerfallen und die Gemüse knapp weich sind, Thymian sowie drei Viertel des Korianders und der Petersilie untermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Hitze jetzt weitestgehend herunterfahren, dann vier Mulden im Gemüse bilden und in jede Mulde ein aufgeschlagenes Ei gleiten lassen. Deckel auflegen und 5–10 Minuten ziehen lassen, bis das Eiweiß gerade eben fest und das Eigelb noch dickflüssig ist. Mit den restlichen Kräutern bestreuen und mit Fladenbrot, Pita oder Baguette servieren.

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