Vanillezucker

Selbst gemachter Vanillezucker in Steinguttöpfchen, mit Korkdeckel
Vanilleschoten in Zucker = Vanillezucker – so einfach ist das
Selbst gemachter Vanillezucker, Kristalle und Vanille im Detail
Vanillezucker im Detail – nicht nur der Vanillegeeschmack überträgt sich, der Zucker bräunt auch leicht
  • EN vanilla sugar
  • FR sucre vanillé
  • ES vainilla azucarada
  • IT zucchero vanigliato

Erfreulich an Vanillezucker ist nicht nur seine aromatische Leistungsfähigkeit, sondern auch wie unverblümt der Begriff verrät, worum es sich handelt: Zucker mit Vanille. Letztere gehört zu den beliebtesten Gewürzen bzw. Aromen und auf der Suche nach unkomplizierten Wegen, sie konkret ins Essen zu bringen, verfiel man unter anderem auf Vanillezucker. Er eignet sich in erster Linie für Süßspeisen, denen ja in irgendeiner Form zwingend Zucker innewohnt, die Kombination ist also recht geschickt. Nachdem gefühlt die Hälfte aller Rezepte für Nachtische und Süßgebäck Vanillezucker verlangen, ist die Nachfrage groß und das Industrieprodukt Vanillezucker an jeder Ecke verfügbar, siehe Backzutatenregal. Klären wir zunächst, wie Sie Vanillezucker problemlos selbst herstellen können, dann sehen wir uns an, was in den handelsüblichen Tütchen drin ist.

Vanillezucker selber machen

Falls Sie zum mustergültigen Teil der Bevölkerung gehören, der sich ab und an eine echte Vanilleschote gönnt, ist Vanillezucker eine Bonusoption. Sie lassen die leergekratzte Schote trocknen und stecken sie in ein mit Zucker gefülltes Behältnis. Die Schote kann monatelang im Zucker bleiben, Sie können jederzeit weitere Schoten dazu stecken und verbrauchten Zucker einfach nachfüllen. Je mehr Schoten im Zucker sind, desto vanilliger schmeckt er, auch die Zeit arbeitet für Sie. Geschmacklich weist Ihr Erzeugnis die Tütchenware mühelos in die Schranken, der Arbeitsaufwand beträgt netto nur einige Sekunden und die wichtigste Zutat hätten Sie alternativ weggeschmissen – was wollen Sie also mehr?

Vielleicht Vanillesalz, schließlich ist Zucker nicht überall gefragt, wo Vanille rein soll. Die gute Nachricht lautet, dass Sie statt Zucker auch Salz nehmen können, das Verfahren läuft vollkommen analog.

Vanillezucker und Vanillinzucker als Fertigprodukt

Kaufen Sie keinen Vanillinzucker. Vanillin ist ein Aroma, das im Labor hergestellt wurde, und nur in den seltensten Fällen aus Vanille gewonnen wurde. Sofern es sich um »natürliches« Aroma handelt, stammt es z. B. von Zuckerrüben, auf denen sich Mikroorganismen ausgelebt haben, häufiger noch ist es nicht mal das, sondern vollkommen synthetisch. Vanillin kostet begreiflicherweise deutlich weniger als Vanille, weswegen es in der Lebensmittelindustrie mit Vorliebe eingesetzt wird. Dafür, dass es Ihre Geschmacksnerven beleidigt, ist es wiederum entschieden zu teuer, insofern: weglassen.

Vanillezucker aus der Tüte können Sie hingegen getrost verwenden, sollten aber nicht zuviel erwarten. Zwar beteuern ihre Hersteller wortreich, dass die teuren Schoten aufs generöseste in den Zucker wanderten und ausschließlich erlesenste Qualitäten von extrem exotischen Inseln berücksichtigt wurden, tatsächlich gilt: viel Zucker, wenig Vanille, und zwar hauptsächlich als »Extrakt«, dessen Güte nicht ganz zufällig im Unklaren bleibt.

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